Nachruf zum Ableben unserer langjährigen Vorsitzenden Käthe Falk

Ein trauriges Ereignis hat unser Deutsch-Polnisches Frauen-Forum (DPFF e.V.) schwer getroffen. Nach kurzer schwerer Krankheit ist am 6. Mai 2021 – für alle überraschend – unsere langjährige Vorsitzende Käthe Falk im Alter von 73 Jahren gestorben.

 

Dieser Verlust wiegt schwer. Käthe Falk ist Mitbegründerin des nunmehr 25 Jahre bestehenden Vereins. Sie war mit dabei, als es in Zinnowitz am 30. März 1996 zu jenem bilateralen Zusammenschluss von engagierten Frauen dies- und jenseits der deutsch-polnischen Grenze kam. Seinerzeit ging es darum, das Interesse an unseren östlichen Nachbarn wieder zu wecken und eine Atmosphäre des Vertrauens und der Toleranz zwischen Polen und Deutschen zu schaffen. 

 

Während dieser langen Zeit war Käthe als Vorsitzende stets die Powerfrau im Verein. Besonders stolz war sie darauf, insbesondere in den ersten Jahren, als in der Region eine hohe Arbeitslosigkeit herrschte, mit Hilfe des Arbeitsamtes über 30 Frauen und zwei Männer mit einer Anstellung im Projektbüro des DPFF in Lohn und Brot gebracht zu haben. 

In all den Jahren setzte das DPFF unter Käthes Führung stets auf Kontinuität und Verlässlichkeit. Die Mitgliederzahl schwankte auf deutscher Seite zwischen 50 und 70, auf der Seite des polnischen Schwestervereins Polsko-Niemieckie Forum Kobiet Euroregionu Pomerania (PNFK EP) sind es von Anfang an um die 100 Mitglieder.

 

Wichtig war es Käthe, den Verein stets lebendig zu halten. Gemeinsam mit ihren engsten MitstreiterInnen im deutschen und auch polnischen Vorstand versuchte sie jedes Jahr aufs Neue, einen bunten Strauß von ganz unterschiedlichen Aktivitäten im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu binden. Dazu gehörten neben jährlich stattfindenden Konferenzen und Seminaren das gemeinsame Walken am Strand, Radtouren, Künstleraustausche, die Organisation und Unterstützung von Kinder- und Kulturfesten, Konzertbesuche in Swinemünde oder in der Benzer Kirche sowie auch gemeinsame Ausflüge per Schiff und Bus, um das Land und die Kultur des Nachbarn besser kennen zu lernen. Für Käthe war der direkte persönliche, der ganz menschliche Kontakt zwischen Polen und Deutschen ganz wichtig.

Besonders am Herzen lag ihr zudem die Patenschaftsbeziehung zum Kinderheim im polnischen Lubin. Es war Käthe immer ein Bedürfnis, die Kinder, Jugendlichen und Erzieher persönlich zu besuchen, sich mit ihnen auszutauschen sowie Geschenke und Spenden aus Deutschland zu überreichen. 

 

Käthe weilt nun nicht mehr unter uns – es ist unfassbar. 

 

Wir, die Mitglieder des DPFF, sind ihr zu großem Dank verpflichtet und werden ihr Andenken stets in Ehren halten. Es wird sicher im Sinne unserer langjährigen Vorsitzenden und Freundin sein, wenn wir versuchen, die große Lücke, die sie ohne Zweifel hinterlassen hat, baldmöglichst zu schließen.

 

Unser tiefes und aufrichtiges Mitgefühl gilt Käthes Familie und allen Angehörigen.

 

Der Vorstand